Unser Ziel ist eine zukunftsfähige (wirtschaftlich, ökologisch und sozial) Verkehrs- und Raumpolitik in Linz. Ein weiter wie bisher geht nicht. Mobilität muss funktionieren.
Das sind unsere Argumente für den Schutz des Linzer Grüngürtels und für die Abkehr von Straßenneubau, insbesondere der A26.
Übersicht

Argumente zur A26
- Der Bindermichl ist massiv staugeplagt. Genau in den Bindermichl-Knoten führt die A26 zehntausende weitere KFZ/Tag.
Vor der Ostumfahrung hat die A26 erstmal sowieso keinen Sinn. - Der Lückenschluss der Autobahn nach Tschechien (S10/D3) wird in wenigen Jahren erfolgen. Dann wird der Bindermichl bereits mit mehr LKW belastet.
- Die Regional-Stadtbahn (S6) vom Hauptbahnhof ins obere Mühlviertel bedient das selbe Verkehrsaufkommen, wie die A26. Die Bahnstrecke wird 2032 fertig. Dann wird man keine A26 mehr brauchen, da genügend Autofahrer in die Bahn umsteigen werden.
- Unser Hauptkritikpunkt der A26 ist das Autobahnkreuz beim Hauptbahnhof. Eine neue A26, die nicht zum Hauptbahnhof, sondern direkt in die A7 führt und nach der Ostumfahrung geplant ist, wäre eine Überlegung wert.
Darstellung alternativer A26 direkt in A7 mündend (Höhe Ghegastraße) (KI-generiert) - Die A26 kostet 1,2 Milliarden Euro. Würde die A26 nicht gebaut werden, würden hunderte Millionen Euro frei werden. Die Asfinag würde Geld als Dividende an den Bund ausschütten (Fall Asfinag profitabel), oder Zahlungen des Bundes an die Asfinag ersetzen (Fall Asfinag ist im Defizit). Heißt: Massiv weniger Sparzwang.
- Die Stadt Linz zahlt 5% (heute 60 Millionen Euro) ungedeckelt direkt zur A26 dazu, aufgrund einer einmaligen Vereinbarung. Aus diesem Vertrag kann man aussteigen.
- Der Bau der A26 startet frühestens im Juli 2026.
- Die A26 wendet einen Milliardenbetrag für ein kleines, lokales Verkehrsproblem auf.
- Erfundene Statistiken: Im Herbst 2025 haben Politik und Medien gelogen. Der erste Teil der A26, die neu eröffnete Donautalbrücke hat die Verehrsziele massiv verfehlt. Um zu Lügen wurden irrelvante, unter Geheimhaltung „berechnete“ Verkehrsprognosen hergezogen.
Was stimmt, ist das ein jahrzehntelanger Abwärtstrend des KFZ-Verkehrs auf der Verkehrsachse auf einen Schlag rückgängig gemacht wurde.
Was auch stimmt, ist das durch die neue Brücke die Rudolfstraße und Nibelungenbrücke nun umgestaltet werden könnten. Das wird allerdings nicht gemacht. - Die Berechnungen der A26 (UVP) wurden nachweisbar massiv verfehlt. Prozentual sowie absolut. Teilweise um den Faktor 2. Da diese Berechungen aussagen, ob sich das Projekt lohnt (Nutzen/Kosten) muss man das Projekt beenden. Die Zahlen sind völlig transparent einsebar (UVP Seite 111, Verkehrszählstellen im DORIS).
- Entlastungslüge. Die A26 ist eine Entlastungslüge. Das prognostizierte Verkehrswachstum ist nicht eingetreten. Deswegen ist der Planungsstatus 30.000 zusätzliche Autos in Linz jeden Tag.
- Die Donautalbrücke kann auch ohne A26-Rest optimiert werden, um besser die Rudolfstraße und Nibelungenbrücke zu entlasten (z.B. durch zwei Zweirichtungsfahrbahnen).
- Es gibt eine Reihe an anderen Maßnahmen, die man auf dem Straßenzug Römerbergtunnel – Waldeggstraße umsetzen könnte, um den Verkehrsfluss zu verbessern (Tempo 40 und weniger Ampeln, weniger Abbiegemöglichkeiten, Schutzweg entfernen, usw.)
- Der Bergschlösslßark, Ziegeleipark und weitere Grünflächen sind zwar bereits gerodet und Häuser abgerissen, aber man könnte diese Flächen nachpflanzen bzw. die Häuser neu errichten.
- Die IT:U wird nur nicht zum HBF gebaut, weil hier die A26 endet. Das würde sich ändern und die IT:U würde nicht mehr in den Dornacher Grüngürtel gebaut werden.
- Straßenbau in Ländern mit gut ausgebautem Straßennetz, wie Österreich führt zu keinem nennenswerten Wirtschaftswachstum. Das ist der Stand der Wissenschaft. Der Effekt, dass die zusätzlichen KFZ das gesamte restliche Straßennetz belasten und verlangsamen, überwiegt.
- Der Stopp der A26 wäre die größte Klimaschutzmaßnahme in Österreich, vergleichbar mit den Auswirkungen des österreichweiten Klimatickets.
- Durch die Regional-Stadtbahn nach Gallneukirchen/Pregarten (S7) und den Ausbau der Summerauerbahn hat man keine Notwenigkeit mehr für eine Ostumfahrung. Dadurch werden jeweils ein großer Teil der Pendler und LKW von der A7 auf die Schiene verlagert.
All diese Fakten kennt man, bzw. waren absehbar. Warum die Politik weiterhin hinter dem Projekt steht, liegt daran, dass es als Projekt wahrgenommen wird, das zugunsten der Autofahrer ist (was es nicht ist), dass es Wirtschaftswachstum bringe (was etliche Fallbeispiele widerlegen) und liegt daran, dass man sein Prestigeprojekt fertig haben will (trotz Sinnlosigkeit). Der Entlastunglüge glaubt sicherlich schon länger kein Politiker mehr. Auch Klaus Luger hat vor Jahren bereits von einer Belastung geredet.
Argumente für den Erhalt des Grüngürtels
- Der Grüngürtel grenzt das Stadtgebiet ein, was dazu führt, dass du einfach und mit wenig Distanz zu deinen Zielen kommst.
- Es gibt in Linz innerhalb des Grüngürtels genügend Brachflächen für jegliches zu erwartendes Wachstum.
- Der Erhalt des Grüngürtels ermöglicht, dass Bus und Bim effzient arbeiten und somit auch öfter fahren können. Das heißt du wartest an deiner Haltestelle kürzer.
- Durch die effizienten Öffis gibt es weniger Autoverkehr in deiner Straße (weniger Lärm, weniger Unfälle, bessere Luftqualität).
- Dank des geringeren Verkehrsaufkommens werden neue Straßen, wie die A26 nicht mehr notwendig.
- Durch weniger Autoverkehr kann man den Platz innerhalb des Grüngürtels fairer aufteilen und die Stadt wird schöner.
- Durch die positiven Effekte ist das Verkehrssystem vorteilhaft für Kinder und ältere Personen ohne Auto, sowie diejenigen, die sich die hohen Kosten vom vielen Autofahren zumindest teilweise sparen können.
- Der Grüngürtel ist Naherholungsgebiet und Lebensqualität.
- Durch den Grüngürtel sind die Sommer weniger heiß (Mikroklimatische Auswirkungen).
- Der Grüngürtel schützt deinen Bezirk vor Überflutungen bei starkregen, bzw. erspart teure Gegenmaßnahmen.
Es wird momentan so viel in den Grüngürtel gebaut, weil Bauland monetär wertvoller als Grünland ist. Das motiviert jeden Grundbesitzer, besonders diejenigen mit engem Draht zur Gemeindepolitik, eine Umwidmung anzustoßen.
Es ist auch so, dass für Bauprojekte „das Haus im Grünen“ oder „der Betrieb im Grünen“ ein guter Selling-Point ist. Leider funktioniert das nur für wenige, denn letztendlich ruiniert es den Grüngürtel für alle.
Oft wird in den Grüngürtel gebaut, einfach weil man sich bequem ist. Statt Flächen schlau zu nutzen, diktieren Besitzverhältnisse, wo gebaut wird. Das Biologiezntrum z.B. gehört dem Bund. Deswegen soll das der Standort der IT:U werden. All diese Dinge müssen nicht sein.
Und der Straßenneubau ist prinzipiell flächenintensiv, vernichtet den Grüngürtel und konterkariert alles Positive in dieser Liste.
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